Praxisklinik

Verkleinerung der Rachenmandel (Adenotomie)

Vergrößerungen der Rachenmandeln (Adenoide oder auch häufig „Polypen“ genannt) sind häufig und treten typischerweise im Kleinkindesalter (2. bis 9. Lebensjahr) auf.

Durch die Blockade des Nasenrachens kommt es zur verstärkten Mundatmung, was sich nachts in regelmäßigem Schnarchen äußert. Durch die verstärkte Mundatmung kann die Atemluft nicht mehr adäquat befeuchtet und angewärmt werden und die Kinder sind häufig erkältet und weisen eine gesteigerte Infektneigung auf. Ein typisches Merkmal ist eine „ständig laufende Nase“.  Zudem wird die das Mittelohr belüftende Eustachische Röhre (sog. „Ohrtrompete“) verlegt und es kommt vermehrt zu wiederkehrenden Mittelohrentzündungen sowie Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell (sog. Paukenergüsse). Dadurch entsteht eine relevante Hörminderung bei den Kindern, was auf Dauer gesehen zu einer undeutlichen Aussprache bis hin zur (Sprach-) Entwicklungsverzögerung führen kann.

Sollte eins oder mehrere Symptome bei Ihrem Kind zutreffen, sprechen Sie Ihren Kinderarzt auf die Problematik an und kommen Sie zu einer HNO-ärztlichen Untersuchung, in der abgeklärt werden kann, ob bei Ihrem Kind Polypen vorliegen.

In manchen Fällen liegt neben einer vergrößerten Rachenmandel auch eine vergrößerte Gaumenmandel (auch häufig nur „Mandel“ genannt) vor. Hierdurch kann sich die Problematik deutlich verstärken und eine zusätzliche Verkleinerung der Mandel (sog. Tonsillotomie) erforderlich machen.